Jukebox

DISCOGRAPHY    SOUNDS    GIGS    BOOKING    BIO
SHOP    PHOTOS    VIDEOS    BLOG    LINKS    NEWSLETTER    MYSPACE

Auch die Lautesten werden einmal leiser treten

Ein Andermal sitze ich im Bus und bin tatsächlich auf dem Heimweg. Die winzigen Hörer des Walkman sind an die Gehörgänge gepresst; Hermano's Neue strömt in mich hinein.
Auf einmal vernehme ich hinter meinem Rücken ein Stimmengewirr, das sehr schnell lauter wird. Plötzlich erscheinen neben meiner rechten Schulter auch zwei fuchtelnde Arme. Ich drehe mich um und sehe hinter mir zwei aufgedonnerte Frauen, die einen auf Diva machen und sich mit drei unsicher grinsenden Kerlen über wer weiss was streiten, und dabei mittlerweile die Aufmerksamkeit aller Fahrgäste geweckt haben.

Erst denkt man dass sich die beiden Dämchen mittels ihres undefinierbaren Englisch gegen die grinsenden Typen wehren, aber der Schein trügt.
Die Typen sind nämlich buchstäblich sprachlos, die grinsen gar verängstigt; es ist ein verdammtes Theater das mir bei mangelndem Abstand sehr schnell belästigend ist. Die Dämchen sind doch schon etwas älter - weshalb also wie die Kinder auf Speed?!
Hier ist es also für einmal so, dass die Frauen die Männer belästigen... und wenn die Beiden nicht die anderen belästigen, so doch mich.
Nun gebe ich mir dennoch keine Mühe dem Scheiss zu folgen. Ich möchte nach der Arbeit in Ruhe meine Musik geniessen und mir meine Laune nicht verderben lassen.
Das Stimmengewirr wird zunehmend lauter, denn "die armen Männer" wehren sich jetzt!
Der Bus fährt weiter, die Laustärke des schrillen Geschreis übertönt inzwischen Hermano deutlich - die beiden Donnertanten haben sich jetzt in wahre Zeter Furien verwandelt - sie attakieren die drei Typen und gehen zu Handgreiflichkeiten über! ( ich habe selten überraschtere Mienen gesehen).
Da die Lautstärke der Musik praktisch auf Anschlag läuft und an Ruhe nicht mehr zu denken ist, tue ich meiner Meinung nach das einzig Richtige: Bei solchen Vorkommnissen sucht man sich eine ruhigere Ecke, denn schliesslich herrscht keine echte Not, hat das Morden im Bus noch nicht angefangen.
Ich stehe also fluchend auf, schiebe wer mir von denen im Weg ist weg und wandere an den neugierigen Guckern vorbei nach vorne, wo ich mich in guter Distanz etwas hinter der Chaffeurskabine erneut hinsetze .
Wie ich nun da angekommen bin, fährt der mordsschwere Chauffeur rechts ran, steht auf, trampelt mit einem Donnerwetter nach hinten und wirft dort die ganze idiotische Belegschaft mit Gebrüll aus dem Bus.
Und da haben sie dann wie die Oelgötzen gestanden.

Dann ist es wieder ruhig; ganz ohne eingeschlagene Zähne, zerkratzte Visagen, austretende Hirnmasse und dergleichen - ohne Gewaltanwendung und Polizei.
MannohMann... Ich habe nachher einen ruhigen Abend verlebt, aber es gibt Leute die sind noch in hundert Jahren ebenso dumm wie gestern.

PS. Ob ich was gegen Frauen habe? - darum geht's hier nicht. - Nein, ich habe ganz und gar nichts gegen DIE Frau... aber wenn sie sich so blöd und schweinisch wie wir Männer benehmen, schon. :-)







-> Blog-Archiv